Suborbital-Spaceflights- Der X-Prize- Wettbewerb
Im Jahre 2005 standen weltweit verschiedene Pionier-Unternehmen im Wettbewerb die erste private, wiederverwendbare Weltraumfähre zu konstruieren. Es wurden vor allem "Space Trucks" konzipiert, die eine neue Generation von Kommunikations-Satelliten ins All hinaufbringen sollen. Auf ihren sub-orbitalen Flugrouten sind diese von Piloten geflogenen Raumtransporter in der Lage, auch Passagiere in den Weltraum zu befördern.
Analog zum "Ortaig Aviation Prize", den Charles Lindbergh im Jahre 1927 mit seinem legendären Flug von New York nach Paris für die erste erfolgreiche Atlantiküberquerung in einem Flugzeug gewann, ist der "X Prize" für den ersten touristischen Weltraumflug ausgelobt worden. Die X Prize Foundation würde 10 Millionen US-Dollar an das Unternehmen vergeben, dem es als erstes gelingt:
1. eine Höhe von 100 km zu erreichen
2. drei Passagiere zu befördern
3. den Flug innerhalb zwei Wochen zu wiederholen
Erster privater Raumflug geglückt & X-Prize gewonnen !

Zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt hat ein privates Raumschiff das Weltall erreicht. Mike Melvill schwebte etwa drei Minuten in seinem Ein-Mann-Raumschiff "SpaceShipOne" schwerelos im Weltall, bevor er wieder in die Atmosphäre eintauchte und wohlbehalten auf dem Flughafen Mojave im US-Bundesstaat Kalifornien landete. Mit Jubel begrüßten zehntausende den ersten Privat-Astronauten auf seinem Heimatplaneten. Der historische Abstecher ins All dauerte nur etwa anderthalb Stunden.
Das Trägerflugzeug "White Knight" hatte "SpaceShipOne" zunächst von Mojave aus auf eine Höhe von 15 Kilometern gebracht und dann ausgeklinkt. Daraufhin startete der 62-jährige Melvill den Raketenmotor, der das Gefährt mit dreifache Schallgeschwindigkeit in die Höhe von rund 103 Kilometern katapultierte. Die 100-Kilometer-Marke gilt als Grenze zwischen Erdatmosphäre und Weltall.